Sonntag, 14. Juli 2013

Shopping Diät

Noch 226 Tage bis zum Ende des Projektes


Der neunzehnte Post ist Andrea gewidmet, die in 5 Monaten 25 Kilo abgenommen hat, ich habe sie nur an ihren Augen und ihrer Stimme erkannt. Sie sieht supergut aus. Nahrungsdiät versus Shopping Diät.




Dublin 2013


Die ersten hundert Tage meiner Shopping Diät sind um. An manchen Tagen merke ich gar nicht, dass ich Diät mache, dann ist alles einfach und ich denke nicht an Mode, andere Tage hingegen sind weitaus gefährlicher. Wenn z.B. die ersten Kataloge mit der Herbstmode ins Haus geflattert kommen, wenn sich - bei einer Außentemperatur von 26° Grad im Schatten - die Idee festsetzt, dass ein harmloses dunkelblaues Wollmützchen und ein dazu passender Schal genau das sind, was ich im Herbst brauche, um meinen Winterjacken den letzten Schliff zu geben! Im Grunde weiß ich doch ganz genau, dass sich weder ein blaues Wollmützchen lohnt, noch ein erneuter Rückfall in alte Shopping-Gewohnheiten. Das absolute Lieblingskleid, deswegen ich im Juni meine guten Vorsätze vergaß, ist zwar ein wunderschönes Kleid geblieben, das Versprechen, das es mir gab, nämlich mich auf immer und ewig zu verschönern hat es nicht wirklich eingelöst. 

Ein erneuter Rückfall lohnt sich definitiv nicht und würde vielleicht sogar das Projekt in Frage stellen. Dann würde aus No-Shopping ein Smart-Shopping-Projekt und das ist nicht das, was ich möchte. Ich bin also definitiv immer noch gefährdet.
Heute Morgen hörte ich im Radio von Harald Belzer und seinem Buch "Selber Denken". Was mir in Erinnerung blieb, ist die Tatsache, dass alle Deutschen 2013 doppelt so viele Klamotten im Kleiderschrank haben, wie 2003. Ist das wirklich erstaunlich, wenn man in den Billig-Textilketten T-Shirts schon ab 5 € kaufen kann?

In meinem Zimmer habe ich einen kleinen Buchschrein für das Buch: Little Black Jacket von Carine Roitfeld und Karl Lagerfeld aufgebaut. In diesem Buch sind 113 Personen im kleinen schwarzen Jäckchen ganzseitig fotografiert. Obwohl jeder das gleiche schwarze Jäckchen trägt, sind Frauen und Männer doch so unterschiedlich gestylt, dass jedes Foto eine Geschichte erzählt. Jeden Tag blättere ich eine Seite um und versuche mich mit dem Foto zu verbinden. Dieses Buch soll mich inspirieren, verschiedene Stylings um ein Kleidungsstück herum zu probieren, aber es hat auch ein Geheimnis: was macht guten Stil aus? Wieso kann ein Jäckchen so viele Geschichten erzählen und wer von denen bin ich?

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