Der zweite Blog ist meiner Tochter gewidmet, die heute dafür gesorgt hat, dass es auf diesem Blog Fotos zu sehen gibt.
Ohne Fotos ist so ein Blog doch echt öde. Deswegen war ich gestern in der Stadt als Jäger-und SammlerIn unterwegs und habe kleine schwarze Jäckchen an freundlichen Menschen fotografiert.
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| Rotes Tuch, rotes Tasche, rote Schuhe - ein echter | Hingucker! |
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| Chanel, Chanel, Chanel, let's fake ... Du siehst superaus |
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| Mareike an ihrem Jungesellinnen-Abschied: viel Glück! |
Das Projekt, ein Jahr "ohne" zu leben ist nicht neu
Judith Levine hat in ihrem Buch "No Shopping" (Berlin 2009) gemeinsam mit ihrem Mann Paul ein Jahr lang auf alles Nicht-Notwendige verzichtet. Die Amerikanerin beschreibt amüsant ihr Leben zwischen Vermont und Brooklyn, ihren Verzicht auf Restaurant- und Kinobesuche, chinesische Süßigkeiten und spezielle Skisocken.
Am Ende des Jahres ziehen Paul und Judy Bilanz: ein Jahr "ohne" hat sie im doppelten Sinne des Wortes bereichert, sie haben am Ende des Jahres nicht nur 8000 Dollar weniger ausgegeben als im Vorjahr; sie haben auch an Erfahrung gewonnen und festgestellt, wie verletzlich sie waren. Im physischen Sinne durch Hunger, aber auch im psychischen Sinne, wenn es immer wieder Situationen gab, in denen darüber diskutiert wurde, was notwendig ist und was nicht.
Die amerikanische Wirtschaftsjournalistin Sara Bongiorni begibt sich mit ihrer Familie in ein ähnliches Abenteuer. Ein Jahr lang versucht die Familie ohne Produkte "made in China" zu leben (Ein Jahr ohne "Made in China", Weinheim 2008). Die Anforderungen, die dieser Selbstversuch an die Familie stellt, sind nur mit amerikanischen Maßstäben meßbar und für Europäer eher amüsant. Es gipfelt darin, dass sich die Familie für Lego Spielzeug, statt Plastik "made in China" entscheiden und ihre verschlissenen chinesischen Socken gegen Französische austauschen muss.
Die Panikattacken, die Sara verfolgen, weil sie Produkte aus China boykottiert, sind für Europäer nur schwer nachzuvollziehen, weil wir aus einem größeren Sortiment an Produkten wählen können, die in Europa hergestellt worden sind. Der Marktanteil chinesischer Produkte ist in Europa wesentlich geringer, als in Amerika.
Was wird mein Gewinn am Ende des Jahres sein:
werde ich mich gereinigt und erfrischt fühlen, gestärkt und mit einem klaren Blick ausgestattet, für das, was ich wirklich will? Oder werde ich verzweifelt danach lechzen endlich wieder etwas, viel, alles kaufen zu können, weil das Projekt beendet ist?



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