Noch 270 Tage bis zum Ende des Projektes
Der dreizehnte Post ist Nina gewidmet, die nach sieben Tagen 6ern nicht bemerkt hatte, dass ich immer dieselben Kleidungsstücke getragen habe.
Eine Woche mit nur sieben ausgewählten Kleidungsstücken ist
schnell vorüber gegangen.
Ich hatte mir sieben Lieblingskleidungsstücke: einen Rock,
ein Kleid, eine Jeans, zwei Shirts, einen Pulli und einen Jerseyblazer
ausgewählt, um von Samstag bis Samstag – eine Woche lang – meine Garderobe
vielseitig zu nutzen. Erlaubt waren Accessoires aller Art, Unterwäsche und
Strümpfe in beliebiger Menge, aber sonst bitte nur diese ausgewählten Kleidungsstücke.
Das schwarze Shirt stellte sich schnell als
Lieblingskleidungsstück heraus und musste häufig abends gewaschen werden, damit
es am übernächsten Tag wieder zu Verfügung stand – dass ich saubere Kleidung
liebe, war mir schon bewusst, aber wie wichtig ein frisch gewaschenes
Kleidungsstück ist, das nicht nach Essenkochen riecht, wurde mir extrem
bewusst, weil ich nur zwei Shirts zu Verfügung hatte. Das auffälligere
gestreifte passte oft nicht mit den Proportionen der anderen Kleidungsstücke
zusammen, so dass es nicht immer eine echte Alternative war.
Der Jerseyblazer entpuppte sich als Zauberjacke, die
im Nu aus schwarzem T-Shirt und Jeans ein Ausgehoutfit zaubert, und in
Kombination mit dem Kleid toll wirkte, aber ansonsten zu nicht viel taugt: zum
Frühstück übergeworfen, um gegen die morgendliche Kühle zu schützen wirkt sie
doch recht deplaziert und mittags zum Marmeladekochen ist sie auch nicht
richtig.
Einzig der Pullover entpuppte sich als
unentbehrliches Kleidungsstück: immer da, immer warm, immer passend – zum Glück
hatte ich ihn als siebtes Kleidungsstück zu den 6ern dazugenommen. Ohne ihn
wäre ich in diesen kalten Maitagen erfroren.



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